Die Stolpersteine sind ein europäisches Gedenkprojekt, das an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung in den Jahren 1933–1945 erinnert. Die Steine tragen die Namen von Juden, Roma sowie weiteren verfolgten Personen, die aus Teplice deportiert und ermordet wurden. In ganz Europa gibt es inzwischen mehr als 30.000 solcher Gedenksteine.
Die Idee, das Projekt der Stolpersteine in der Tschechischen Republik umzusetzen, entstand 2008 unter jungen tschechischen Juden, inspiriert von ähnlichen Mahnmalen in Deutschland. Schrittweise wurde das Projekt auch nach Teplice getragen, wo die ersten Steine persönlich vom Initiator des Projekts, dem deutschen Künstler Günter Demnig aus Köln, verlegt wurden. Die Verlegung der Stolpersteine in Teplice erfolgt in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Teplice und weiteren Institutionen.
Die Steine werden symbolisch in die Gehwege vor den Häusern eingelassen, in denen die Opfer zuletzt in Freiheit lebten. Häufig werden mehrere Steine gemeinsam verlegt – meist für vollständig ermordete Familien, die so zumindest auf symbolische Weise zusammenbleiben können.
Unauffällig fügen sich die Stolpersteine in den Alltag der Stadt ein. Sie zwingen dazu, langsamer zu gehen, den Blick zu senken und sich bewusst zu machen, dass Geschichte nicht nur in Lehrbüchern existiert, sondern auch in den Straßen, die wir heute beschreiten.