Teplice, eine Stadt mit langer Kurtradition, lagen über Jahrhunderte an der Grenze zwischen den böhmischen Ländern und den Sudeten – einer Region, die zum Schauplatz europäischer Geschichte wurde. Obwohl die Bevölkerung überwiegend deutschsprachig war, gehörten Teplice untrennbar zum tschechischen Staat.
Das Jahr 1938 bedeutete für Teplice einen dramatischen Einschnitt. Nach der Unterzeichnung des Münchner Abkommens fiel das Grenzgebiet an das Dritte Reich, und die Stadt lag nun in den Sudeten. Die einheimischen Tschechen, Juden und Gegner des Nationalsozialismus waren Zwangsumsiedlungen und Verfolgung ausgesetzt. Nach dem Kriegsende 1945 kehrten Teplice unter die Verwaltung der Tschechoslowakei zurück, doch die Veränderungen für die Bevölkerung waren damit noch nicht beendet. Die meisten deutschen Bewohner wurden vertrieben, und die Stadt musste sich den neuen historischen Gegebenheiten anpassen.
Trotz dieser dramatischen Veränderungen der Bevölkerung und politischen Zugehörigkeit bewahrten die Teplice ihre Identität und Kurtradition. Die Stadt erholte sich von den schweren Prüfungen und zieht heute Besucher mit ihrer Geschichte, Architektur und der einzigartigen Verbindung von Kultur- und Naturerbe an.