Das Erdbeben von Lissabon

Das Erdbeben von Lissabon

Eine der bemerkenswertesten Episoden in der Geschichte der Teplicer Kurbäder steht im Zusammenhang mit dem verheerenden Erdbeben von Lissabon am 1. November 1755. Obwohl das Epizentrum Hunderte Kilometer entfernt lag, zeigten sich die Auswirkungen überraschenderweise auch in Nordböhmen.

Kurz nach den starken Erschütterungen kam es in Teplice zu einer plötzlichen Abschwächung, stellenweise sogar zum völligen Versiegen der Thermalquellen, insbesondere der Urquelle (Pravřídlo). Dieser Zustand hielt etwa zwei Wochen an, bevor das Wasser zurückkehrte und die Quellen wieder zu sprudeln begannen.

Das Ereignis erregte damals großes Aufsehen und wurde zu einem eindrucksvollen Beweis für die weiträumige Vernetzung geologischer Prozesse. Zugleich erinnerte es an die Zerbrechlichkeit des natürlichen Reichtums, auf dem die Existenz der Kurbäder beruht.

Das Erdbeben von Lissabon