Die Entstehung des Teplicer Klosters ist eng mit den Anfängen der Stadt und der ältesten Kurtradition verbunden. Gründerin war Judith von Thüringen, Gemahlin des böhmischen Fürsten und späteren Königs Vladislav II. sowie die zweite böhmische Königin. Sie ließ bei der warmen Quelle, dem heutigen Pravřídlo, ein Benediktinerinnenkloster errichten.
Schon damals bestand an diesem Ort eine ältere Siedlung sowie der Vorgängerbau der heutigen Kirche St. Johannes des Täufers, was die Bedeutung dieses Platzes lange vor der eigentlichen Stadtgründung belegt.
Mit Königin Judith verbindet sich auch ihre mutmaßliche Bestattung in Teplice. Obwohl schriftliche Quellen nicht eindeutig sind, ergab eine anthropologische Untersuchung eines gefundenen Schädels im Jahr 2002 mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass es sich um ihre sterblichen Überreste handelt.