Im 4. Jahrhundert v. Chr. ließen sich Kelten auf dem Gebiet des heutigen Teplice nieder – das erste historisch belegte Volk der Region. Ihnen ist es zu verdanken, dass Teplice als das älteste Heilbad Mitteleuropas gilt: Beim Absinken der Hauptquelle Pravřídlo im Jahr 1879 wurden keltische Münzen mit Motiven von Wildschwein und Pferd entdeckt. Diese Funde deuten darauf hin, dass die Quellen bereits vor unserer Zeitrechnung bekannt und vermutlich zu Heilzwecken genutzt wurden.
Am selben Ort wurden auch römische Münzen aus dem 1. bis 4. Jahrhundert n. Chr. gefunden, was nicht nur auf Opfergaben an die Wassergötter hinweist, sondern auch darauf, dass die Teplicer Quellen Menschen aus entfernten Regionen bekannt waren – vermutlich Händlern, die entlang einer alten Handelsroute zu den Bergen und weiter durch das heutige Deutschland bis zur Ostsee reisten.
In den ersten fünf Jahrhunderten nach Beginn unserer Zeitrechnung wurden die Kelten schließlich von germanischen Stämmen – den Markomannen und Quaden – verdrängt.