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Hrob

Die erste schriftliche Erwähnung dieses Ortes stammt von 1282, als die Gemeinde Hrob und das anliegende Verneřice in den Besitz des Klosters Osek kamen. Angeblich stand zu dieser Zeit in Hrob auch bereits eine Kirche - dies wird in der Zweckerklärung der genannten Urkunde erwähnt. Im Jahr 1341 wurde ein Fernreiseweg nach Hrob angelegt, der ursprünglich über Osek führte. Dies hatte einen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Gemeinde genauso wie die intensive Bergbauwirtschaft in der breiteren Umgebung. Nach dem Urteil der Historiker wurde Hrob bereits während der Regentschaft Karls IV. zur Lehensstadt. Der Abbau von Silber, eventuell auch weiteren Erzen, war der Hauptmotor für die Wirtschaft der Stadt. Im Verlauf der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erfuhr der mitteleuropäische Bergbau eine Krise, die zweifelsohne auch Hrob betraf, das sie erst Mitte des 15. Jahrhunderts überwand. Im Jahr 1458 bestätigte König Georg von Podiebrad die Privilegien der Stadt. In den Jahren 1477-1478 erlangte die Stadt Hrob das Wappenrecht und ebenfalls das Recht zum Siegeln mit rotem Wachs. Im 16. Jahrhundert entwickelte sich erneut der Bergbau. Die hiesige evangelische Kirche aus dem Jahr 1614 schrieb sich in die Geschichte ein, die am 11. Dezember 1617 von einer bewaffneten Einheit des Landeshauptmanns von Osek auf Befehl des Prager Erzbischofs Jan Lohelius dem Erdboden gleichgemacht wurde. Diese Kirche wurde nämlich aus Material gebaut, dessen Eigentümer das Kloster Osek war, zudem auf einem Klostergrundstück, ohne Zustimmung des Klosters. Dennoch wurde der Abriss der Kirche als Verletzung der im Majestätsbrief Rudolfs II. zugestandene Religionsfreiheit betrachtet. Dieser Vorfall, gemeinsam mit der Schließung der nichtkatholischen Kirche im ostböhmischen Broumov (ebenfalls ohne Zustimmung des Klosters auf einem Klostergrundstück erbaut) führte zum Zweiten Prager Fenstersturz und zum Beginn des Dreißigjährigen Krieges.

 

Internet: www.mestohrob.cz