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Das Regionalmuseum Teplice

Das Teplicer Museum begeht in diesem Jahr sein 120. Jubiläum, und feiert gleichzeitig 70 Jahre seines Bestehens auf dem Teplicer Schloss, dessen Geschichte bis in die 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts zurückreicht, als die böhmische Königin Judith „bei den Teplicer Wässern“  ein Benediktinerinnenkloster zu Ehren Johannes des Täufers gründete. In den Hussitenkriegen wurde das Kloster vernichtet und danach endgültig von den Nonnen verlassen. Unter Johanka von Rožmitál wurde es in eine weltliche Festung umgebaut, die von den folgenden Eigentümern (Wolf von Vřesovice und den Herren von Vchynský) zu einem Schloss erweitert wurde. In den Jahren 1634 bis 1945 war das Schloss im Besitz des Geschlechts von Clary und Aldringen.

Im Inneren der Schlossgebäude sind wertvolle Einrichtungen erhalten geblieben, wie z. B. der Saal mit bemalter Kassettendecke, der Rokokosaal mit reichen Stuckverzierungen oder Zimmer mit Rokoko-, Empire- und Biedermeiermöbeln. Diese Räume waren Zeugen privater Besucher und politischer Treffen europäischer Herrscher, aber auch eines reichen gesellschaftlichen Lebens, dem Fürst Ch. de Ligne, G. Casanova, J. W. Goethe, F. Chopin, F. Liszt und weitere zu Glanz verholfen haben. 

Neben dem historischen Inventar bietet das Teplicer Schloss eine Führung durch die Museumsexponate zur Urzeit Nordwestböhmens, zur Entwicklung der Keramikproduktion der Region, zu historischen Uhren, dem Kurwesen, der Kunst der Gotik, der Renaissance und des Barock, aber auch durch die naturwissenschaftliche Ausstellung, den sog. Geweihgang und das numismatische Kabinett. Teil des Besichtigungsrundgangs ist auch der Innenhof des Schlosses, wo sich eine einzigartige romanische Ausstellung mit den Gebeinen von Königin Judith von Thüringen und Überreste der romanischen Basilika mit ihrer seltenen, erhaltenen romanischen Krypta befinden.

Zum Museum gehört auch eine Bibliothek, die einen Fundus von beinahe 100.000 Bänden Fachliteratur und Büchersammlungen beherbergt. Begehrt bei Forschern sind die Bücher aus den Sammlungen der Regionalliteratur, Handschriften, alte Drucke, bibliophile Ausgaben und Faximilien. In der Verwaltung der Bibliothek sind auch zwei Typen historischer Büchereien: die Klosterbibliothek der Zisterzienser in Osek sowie die Familienbibliothek der Familie von Clary und Aldringen, ergänzt um eine Sammlung unterschiedlicher Ausgaben der Werke von J. W. Goethe und F. Schiller. 

Das Regionalmuseum Teplice knüpft an eine Tradition an, die bis ins Jahr 1894 zurückreicht, als die Museumsgesellschaft gegründet wurde und am 7. Dezember 1897  in der Straße Školní ulice Nr. 17 zwei Sammlungen ausstellte. Dort hatte das Museum bis 1905 seinen Sitz, und zog dann in das Gewerbehaus in der gleichen Straße um (heute Kreisarchiv). Im Jahr 1945 kamen die Sammlungen in die Obhut des örtlichen Nationalausschusses, der das Museum 1947 in die Hände des Teplicer Schlosses gab. Seit dem Jahr 2002 ist das Museum eine gemeinnützige Organisation der Region Ústí nad Labem.

Das Teplicer Museum pflegt seine Sammlungen bereits seit 120 Jahren, und beherbergt in seinen Depositorien von der Öffentlichkeit bisher ungesehene Schätze. Die Schönheit einiger von diesen kann zum Ende des Jahres 2017 in der Reitbahn des Teplicer Schlosses in der großen Ausstellung VÝSTAVA XXL bewundert werden, in der die größten Kostbarkeiten aus allen Fachbereichen des Museums präsentiert werden. Freuen können Sie sich auf Exponate der naturwissenschaftlichen Sammlungen, archäologische Funde, die unterschiedlichsten Gegenstände aus den historischen Sammlungen und die seltensten Bücher aus den Sammlungen der Bibliothek. Einzelheiten über die Ausstellung und andere Veranstaltungen im Rahmen des bedeutenden Jubiläums finden Sie auf den Webseiten des Museums oder auf Facebook.

 

Anschrift: Zámecké náměstí 14, 415 01 Teplice
Tel.: +420 412 359 000
Internet: www.muzeum-teplice.cz
E-mail: info@muzeum-teplice.cz
Facebook: www.facebook.com/muzeum.teplice

 

Öffnungszeiten:
 EXPONATENSCHAU
  Ganzjährig außer montags, Führungen jede volle Stunde von 10 bis 17 Uhr, die letzte Führung beginnt um 16 Uhr

 AUSSTELLUNGEN
  
Dienstag bis Freitag 12:00 – 17:00 Uhr
  Samstag und Sonntag 10 - 12 und 13 - 17 Uhr

 TAGE FÜR FORSCHUNGEN 
  Dienstags und donnerstags 9 - 15 Uhr