Der Wasserturm im Stadtteil Nová Ves gehört zu den interessantesten technischen Bauwerken der Stadt. In den Jahren 1987–1989 entstand hier ein 63 Meter hoher Turm, der ein neu geplantes Wohnviertel für mehr als 20.000 Einwohner mit Wasser versorgen sollte. Die Wasserquelle sollte die Talsperre Fláje im Erzgebirge sein.
Dank des Volumens seiner Behälter ist er der größte Wasserturm dieser Bauart in der Tschechischen Republik — zwei Reservoirs fassen insgesamt 6.000 m³ Wasser, was ihn zu einem dominanten und bis heute unerreichten technischen Denkmal seiner Art macht.
Der Wasserturm wurde von Rudolf Zlobický entworfen, einem gebürtigen Kroměřížer. Sein beruflicher Werdegang führte ihn nach Teplice, wo er sich vor allem der Planung wasserwirtschaftlicher Bauwerke widmete. Den Wasserturm von Teplice betrachtete er als sein bedeutendstes Werk.
Nach dem November 1989 kam es jedoch zu einer grundlegenden Änderung der Pläne. Der Bau der Wohnsiedlung wurde eingestellt, ebenso wie die geplante Auflösung der Ortschaften, deren Bewohner in das neue Viertel umziehen sollten. Der Wasserturm wurde zwar fertiggestellt, erfüllte jedoch nie seinen ursprünglichen Zweck. Mit einem Augenzwinkern betrachtet ihn sein Autor bis heute als sein eigenes Denkmal – auch deshalb, weil er trotz der nie erfüllten ursprünglichen Funktion zu einer unverkennbaren Dominante der Stadt geworden ist. Bis heute tauchen verschiedene Vorschläge zur weiteren Nutzung dieses markanten Bauwerks auf, doch keiner davon wurde bislang umgesetzt.