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Die Erste Telefonleitung Tschechiens

Nur 5 Jahre nach Bells großartiger Erfindung und 3 Jahre seit der ersten Telefonleitung in den Vereinigten Staaten konnte man auch in Tschechien telefonieren - und zwar zwischen Duchcov und Ledvice. 

Man schrieb das Jahr 1881, und der Kreis Teplice verfügte über die größte Dampfleistung im ganzen Land. Das Industrieherz der damaligen Monarchie schlug gerade hier; hier floss auch das Kapital der deutschen, österreichischen und englischen Banken. Unter den 77 Braunkohlegruben würden Sie jedoch nur einen einzigen Tagebau finden, also mit einem solchen Maß und einer solchen Weise des Abbaus, wie wir das auch heute kennen. Es handelte sich um den Betrieb von Richard Hartmann zwischen Ledvice und Chotějovice, wo Kohle seit 1869 abgebaut wurde. 

Hartmann war ein Industrieller aus Chemnitz, wo seine Maschinenfirma Lokomotiven herstellte. Die Konjunktur, die die industrielle Revolution mit sich brachte, ermöglichte es ihm, in technische Innovationen zu investieren. Eine von ihnen war auch das Wunder von Amerika - das Telefon. 

Hartmann ließ per Telefon die Grube von Ledvice mit dem zwei Kilometer entfernten Verwaltungsgebäude in Duchcov verbinden. Somit schuf er die erste Telefonleitung in den böhmischen Ländern. Drei Jahren später (1884) ließ der Unternehmer als erster seine Grube elektrisch beleuchten. Mit der Stadt Teplice ist auch ein weiterer Vorreiter des Fernsprechwesens verbunden, obwohl er mit der Stadt Ústí nad Labem geteilt wird. Zwischen dem Hafen und der Kurstadt wurde nämlich im Jahre 1888 die älteste interurbane Telefonleitung eingerichtet.

 

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