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Der größte Symphonieorchester in der Region

Das Orchester gibt es in Teplice schon seit dem Jahre 1838, und heute ist es die einzige Philharmonie der Region Ústí. 

Für gute Musik musste man im 18. Jahrhundert in die Kirche, in die Oper oder ins Theater gehen. Die Kirche und die Herrschaft gehörten zu den Hauptbestellern neuer Stücke. Die Entwicklung von bürgerlichen Rechten, freien Unternehmen und stets selbstbewussten Patriziern führten an der Schwelle zum 19. Jahrhundert zur Entstehung neuer Orchesterformen, die von ihren Vorgängern nicht nur durch ihre Gestalt, sondern auch durch ihre Orientierung abwichen. 

Nach Berlin oder Paris sind so die ersten modernen Symphonieorchester in Kurorten entstanden. Gerade hier traf sich die damalige Elite, und gerade hier brauchte man etwas, mit dem sich immer verwöhntere Gäste beeindrucken ließen. In Mariánské lázně schuf man ein Orchester 1821, in Karlovy Vary 1835, und in Teplice nur 3 Jahre später. Tschechische Orchester außerhalb von Kurorten sind typischerweise erst etwa fünfzig bis einhundert Jahre später entstanden. 

Die Nordböhmische Philharmonie Teplice bewahrt den Charakter eines Kurorchesters bis heute - zum Dauerprogramm zählen sommerliche Promenadenkonzerte im Außengelände der Muschel in Šenov und auch die Teilnahme an der Eröffnung der Badesaison. Nebenbei pflegt die Philharmonie auch den musikalischen Genius loci, den hier die Komponisten hinterließen, die das Bad hauptsächlich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts besuchten. Neben Ferenc Liszt, Richard Wagner oder Fryderyk Chopin hinterließ hier auch Ludwig van Beethoven seine Spuren, der hier die siebte, achte und Skizzen zur neunten Symphonie schrieb. 

Die Philharmonie von Teplice ist heute das einzige Symphonieorchester in der Region Ústí.

 

© www.teplickanej.cz