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Der beste Musikinterpret des Jahres 1928

August Stradal bearbeitete Werke großer Musikkomponisten für das Klavier.

Die Familie Stradal zählte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den angesehensten Familien in Teplice. Franz Stradal wurde Rechtsanwalt, langjähriger Ratsherr (kurz sogar Bürgermeister), Abgeordneter und seit dem Jahre 1858 auch Inhaber der Ústí-Teplice-Bahn, eines sich schnell entwickelnden Unternehmens, das mit dem Kohlebergbau reich wurde. 

Gerade in der Entwicklungszeit der Bahnunternehmen wurde ihm am 17.05.1860 das dritte Kind geboren. Der Name August (lateinisch der Erhabene) hat gewissermaßen auch die Ausbildung vorherbestimmt, die die Familie dem Sohn gegeben hat. An dem Wiener Konservatorium lernte er beim Orgelmeister Anton Brückner und in Weimar bei Franz Liszt, mit dem er durch Europa reiste. 

Nachdem er Erfahrungen in der Welt gesammelt hatte, kehrte der dreißigjährige August Stradal nach Teplice zurück, wo er Musik lehrte. Er widmete sich besonders der Bearbeitung der großen Orchesterwerke von Mozart, Bach und Wagner (aber auch seiner Lehrer Liszt und Brückner) für das Klavier. Im Jahre 1928 erhielt er den Tschechoslowakischen Staatspreis für den besten Musiker des Jahres. 

Am Ende seines Lebens heiratete Stradal Rosa Zweigelt und zog mit ihr nach Krásná Lípa, wo er im Jahre 1930 starb.  

Die Musikgeschichte der Stadt Teplice ist reich, dank den Aufenthalten von Beethoven oder Wagner.  August Stradal ist jedoch die einzige Persönlichkeit der Musikszene, die in der Stadt geboren wurde, und ist dank seiner Familie mit ihr dauerhaft verbunden.

 

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