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Der älteste Straßenbahnverkehr

Schon vor 120 Jahren hatte Teplice einen funktionierenden öffentlichen Nahverkehr.

„Es ist ein Spaß und kostet nicht viel!” schrieb am 27. Juni 1895 der Teplitz-Schönauer Anzeiger über die gerade in Betrieb genommene Bahn in der heutigen Straße 28. října. Der Werbeslogan lockte vollkommen: Die Kundenzahl des Verkehrsunternehmens wuchs linear bis ins Jahr 1959, dem Ende der Straßenbahnen in Teplice. 

Der öffentliche Nahverkehr gehörte am Ende des 19. Jahrhunderts nur in die großen Städte: in Brno, Ostrava und Košice fuhren Dampfstraßenbahnen, in Prag war eine Pferdeeisenbahn in Betrieb. In Teplice hatte man dank reicher Unterstützung von Fürst von Clary und Aldringen keine Angst davor, die erste elektrische Eisenbahn im tschechischen Königreich in Betrieb zu nehmen (wenn wir den Werbebetrieb von František Křižík auf der Straße Letná ulice nicht beachten). Ein Anreiz für die Investition stellte sicherlich auch die Vision der wachsenden Gewinne aus dem Frachtverkehr dar, die sich nie so entwickelten, sondern eher zur Verfrachtung von Postsendungen. 

Das Schienennetz, das sich in der Zeit seines größten Aufschwungs von Řetenice bis nach Dubí erstreckte, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch Oberleitungsbusse und danach durch Omnibusse ersetzt. Eine neue Etappe begann der öffentliche Nahverkehr am 01.01.2015, als er zum Teil des integrierten Verkehrssystems der Region Ústí wurde. Ob er eine bessere Verbindung leisten wird als die Bahn vor 120 Jahren, wird die Zeit zeigen.

 

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