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Das höchste Werk von Matthias Braun

Der Spitzenkünstler der Barockkunst hinterließ in Teplice seine höchste Arbeit. 

In Teplice gibt es nicht viele Barock-Denkmäler; die bedeutendsten sind es jedoch wert. Die Pest- bzw. Dreifaltigkeitssäule auf dem Platz Zámecké náměstí wird dem Spitzenkünstler der europäischen Barockbildhauerei zugeschrieben. 

Matthias Braun wurde bei Innsbruck in Tirol geboren. Nicht weit entfernte Zisterzienser-Mönche haben bald sein Schnitz- und Bildhauertalent erkannt, und haben ihn auf die obligatorische „italienische Reise” geschickt. Der junge Künstler könnte in Rom neue Werke von Borromini oder Bernini kennenlernen. Tief von ihnen beeindruckt gründet er im Jahre 1710 in Prag eine eigene Werkstatt. In die Bildhauerzunft meldete er sich mit seiner Statue der Heiligen Lutgard an, die für die Karlsbrücke bestimmt war. Seine erste Arbeit sicherte ihm eine große Popularität und fortan stand der Adel bei ihm Schlange. 

Obwohl er seine umfassendste Kollektion für den Herzog von Špork durchführte, hatte der Auftrag aus dem Jahre 1718 von Fürst Franz von Clary und Aldringen aus Teplice, eine Pestsäule, auch ein herausragendes Merkmal: von allen Werken des Meisters ist es eindeutig das höchste. 

Für Braun und seine Werkstatt war das Jahr 1718 außergewöhnlich fruchtbar: außer der gigantischen Säule in Teplice erbaute der Bildhauer im gleichen Jahr berühmte Statuen für Šporks Schloss Kuks, die skulpturale Ausstattung für die Orgel und zwei Altäre für die Kirche des heiligen Kliment von Ohrid, die skulpturale Ausstattung des Schlosses und der Kirche in Cítoliby und die Plastiken des Černín-Palais. 

Matthias Bernhard Braun wird üblicherweise zu den zwanzig besten Barock-Bildhauern gezählt. Seine höchste Arbeit bildet eine Schlüsselvertikale der Stadtmitte und gilt bis heute als ein prachtvolles Kunstwerk.

 

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