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Das älteste Radonbad der Welt

Obwohl die Welt mit Radioaktivität vor allem die Stadt Jáchymov (St. Joachimsthal) verbindet, kamen die Teplicer Bäder mit ihrem Angebot an Radon-Inhalation ihm um einige Jahre zuvor.

Die Radioaktivität wurde am Anfang des 20. Jahrhunderts einfach ein heißes Thema. Im Jahr 1896 hat sie Henri Becquerel entdeckt, und sieben Jahre später erhielt Marie Curie- Skłodowska für ihre Aufklärung den Nobelpreis. Bloße zwei Jahre danach haben Dr. Mache und Dr. Meyer Badeorte in den heutigen Regionen Ústí und Karlovy Vary bereist und gemessen, ob das aus den Erdtiefen sprudelnde Wasser auch nicht zufällig radioaktiv ist. Und in Teplice, dessen Ruhm langsam verblasste, war das Wasser tatsächlich radioaktiv!

Im Jahr 1905 publizierten die Forscher in einem Monatsheft für Chemie einen Fachartikel. Die Bäderführung hat diese Entdeckung sofort ausgenutzt: An der Stelle, wo heute der sog. Pferdebrunnen (Koňská kašna) steht, ließ sie einen Pavillon zur Inhalation der Dämpfe aus dem radioaktiven Wasser - ein sog. Emanatorium (aus Latein. emanare - herausfließen) errichten. Es handelte sich um eine heiße - und nirgendwo erprobte - Neuheit, mit der Teplice die Weltspitze erreichte.

Die Radon-Inhalation bietet das Teplicer Bad nicht mehr an. Interessierte an radioaktivem Gas müssen nach Jáchymov fahren. Dort gibt es ein Emanatorium bis heute; denn in Jáchymov wurden die ersten Gäste erst im Jahre 1911 begrüßt, die Vorrangstellung hält Teplice.

 

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